Forschungsprojekt des Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank
ERSCHLIESSUNG NEUER FORMEN DER KONFLIKTBEARBEITUNG IN BÄUERLICHEN STRUKTURFRAGEN

 

 
 

PROJEKTBERICHT VON FRANZ ROHRMOSER
Kuchl - April 2001
Projektleiter: Direktor Dr. Josef Krammer/Wien,
Projektdurchführung: Franz Rohrmoser/Kuchl
Laufzeit
3 Jahre, vom 1.1.1998 bis 31.12.2000

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Rahmenbedingungen für das Projekt 

1.      Ziele des Forschungsprojektes 

2.      Konfliktverständnis:  Konflikte gehören zum Menschen 

2.1    Die Grundhaltung der Konfliktfähigkeit

2.2    Die Grundhaltung der Konfliktvermeidung im geschichtlichen Zusammenhang 

2.3    Die Grundhaltung der Streitlust im ländlichen, bäuerlichen Zusammenhang 

3.      Ausgangshypothese: Fehlende Konfliktbearbeitung spaltet die Bauern 

3.1    Umdrehung der Sichtweise 

3.2    Der Austritt von 700 Biobauern in Tirol im März 2000 

3.3    Die Diskussion in der ORF-Sendung „Help“

3.4    Die Analyse der zwei Beispiele 

4.      Verbesserung der Beziehung zwischen  Innovation und Politik – zur Kritik des  Förderansatzes 

4.1    Ein Beispiel: Die Erosion in den Förderbeziehungen –  persönliche Erfahrungen aus der Entwicklungshilfe 

4.2    Verbindung von Selbsthilfe und Politik statt „Größenwahn“

4.3    Autoritäre Politik kauft Wohlverhalten mit  Steuergeldern 

5.      Das Ringen um Unterscheidungskriterien 

5.1    Vom Subjektiven zum Objektiven:  Die persönliche Einschätzung als Gewerbetreibender –  „Bauern haben noch Angst vor Differenzierung“

5.2    Ergebnisse aus Gruppendiskussionen mit Betroffenen 

5.3    Die Frage der Unterscheidung aus der Sicht des  öffentlichen Rechtes 

5.4    Hintergrundanalyse: Ein veränderter Begriff von der Einheit der Bauern 

5.5    Verbot der Differenzierung in der vermeintlich  geschlossenen Gruppe 

6.      Fehlender Interessenausgleich zwischen Bauern begünstigt Missbrauch 

6.1    Asymmetrischer Konflikt mit mächtigeren Mitgliedern -  verletzter Gleichheitsgrundsatz 

6.2    Auf der Basis des gesetzlichen Auftrages eine offene  Diskussion einfordern 

7.      Lösungen durch Einbeziehung einer  Dritten Ebene 

7.1    Erfahrungen in der Konfliktvermittlung 

7.2    Grundlegende Konfliktlösung durch Einbeziehung einer  Dritten Ebene 

7.3    Der wettbewerbsfähige Betrieb als Gefahr für den sozialen Frieden und als Hindernis für die Regionalentwicklung 

7.4    Regionalentwicklung als vollständiges und integriertes  System  

8.      Stärkung der Konfliktfähigkeit als Voraussetzung zur Neuorientierung 

8.1    Die Sichtweise der Beteiligten 

8.2    Die Ansätze in der Konfliktforschung in Management,  Wirtschaft und anderen Gesellschaftsbereichen 

8.3    Die Bearbeitung der Politikablehnung durch BürgerInnen durch das Bewusstmachen der Rolle als Mitproduzenten am Problem  

8.4    Grundsätzliche Neuorientierung:  Das Beispiel der Bäuerinnengruppe der Bergbauernvereinigung 

8.5    Die notwendige Schaffung von Strukturen zur  Neuorientierung 

9.      Zusammenfassung 

Konfliktverständnis: Konflikte gehören zum Menschen 

Ausgangshypothese: Fehlende Konfliktbearbeitung spaltet  die Bauern 

Die Verbesserung der Beziehung zwischen Innovation und Politik – zur Kritik des Förderansatzes 

Das Ringen um Unterscheidungskriterien 

Der fehlende Interessenausgleich zwischen Bauern  begünstigt Missbrauch 

Lösungen durch Einbeziehung einer dritten Ebene 

Die Stärkung der Konfliktfähigkeit als Voraussetzung  zur Neuorientierung 

 


Rahmenbedingungen für das Projekt

Die Erschließung neuer Formen der Konfliktbearbeitung in bäuerlichen Strukturfragen war das Thema und der Auftrag, der diesem dreijährigen Forschungsprojekt zu Grunde liegt. Die konkreteren Fragestellungen sind in den Zielsetzungen des Projektantrages formuliert. Hier soll angemerkt werden, dass diese Zielformulierung im Antrag des Projektes im Jahr 1997 auf ein dreifach größeres Projektvolumen ausgerichtet war und dass trotz dieser reduzierten Projektfinanzierung um zwei Drittel, die wesentlichen Fragestellungen bearbeitet werden konnten.

Um Einblick in die aktuelle Realität zu bekommen, nahm ich in diesen drei Jahren des Forschungsprojektes an ca. 50 zum Teil sehr unterschiedlichen Vorträgen, Seminaren oder Diskussionsveranstaltungen teil, die auch von sehr verschiedenen Akteuren durchgeführt wurden. Dabei wurde in vielen konkreten Szenen und im Diskurs mit vielen verschiedenen Akteuren ein guter Einblick in die Fragestellungen des Projektes möglich.

Im dritten Jahr habe ich eine zusammengefasste Darstellung aus diesen Veranstaltungsbesuchen, Beobachtungen und Diskussionen der ersten beiden Projektjahre in Form eines Zwischenberichtes in sechs verschiedenen Diskussionsrunden zur Diskussion gestellt. Es waren hauptsächlich thematisch vorstrukturierte Gruppendiskussionen mit politisch aktiven Biobauern und Bäuerinnen, die schon  Erfahrung im Umgang mit Konflikten hatten. Somit konnten die Themen in einem weiteren Schritt reflektiert, konkretisiert und weiterentwickelt werden.

Um die nötige Diskretion zu wahren, werden im Bericht nicht Personen in Verbindung mit Konflikten beschrieben. Sehr wohl angesprochen werden allgemeine Problemlagen, Konflikte, Mechanismen und kreative Problemlösungsansätze in Gruppen und Institution.

Franz Rohrmoser,  Kuchl, im April 2001

   
 

 

   
 

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