Die Erschließung
neuer Formen der Konfliktbearbeitung in bäuerlichen Strukturfragen war
das Thema und der Auftrag, der diesem dreijährigen Forschungsprojekt
zu Grunde liegt. Die konkreteren Fragestellungen sind in den Zielsetzungen
des Projektantrages formuliert. Hier soll angemerkt werden, dass diese
Zielformulierung im Antrag des Projektes im Jahr 1997 auf ein dreifach
größeres Projektvolumen ausgerichtet war und dass trotz dieser reduzierten
Projektfinanzierung um zwei Drittel, die wesentlichen Fragestellungen
bearbeitet werden konnten.
Um Einblick
in die aktuelle Realität zu bekommen, nahm ich in diesen drei Jahren
des Forschungsprojektes an ca. 50 zum Teil sehr unterschiedlichen Vorträgen,
Seminaren oder Diskussionsveranstaltungen teil, die auch von sehr verschiedenen
Akteuren durchgeführt wurden. Dabei wurde in vielen konkreten Szenen
und im Diskurs mit vielen verschiedenen Akteuren ein guter Einblick
in die Fragestellungen des Projektes möglich.
Im dritten
Jahr habe ich eine zusammengefasste Darstellung aus diesen Veranstaltungsbesuchen,
Beobachtungen und Diskussionen der ersten beiden Projektjahre in Form
eines Zwischenberichtes in sechs verschiedenen Diskussionsrunden zur
Diskussion gestellt. Es waren hauptsächlich thematisch vorstrukturierte
Gruppendiskussionen mit politisch aktiven Biobauern und Bäuerinnen,
die schon Erfahrung im Umgang
mit Konflikten hatten. Somit konnten die Themen in einem weiteren Schritt
reflektiert, konkretisiert und weiterentwickelt werden.
Um die nötige
Diskretion zu wahren, werden im Bericht nicht Personen in Verbindung
mit Konflikten beschrieben. Sehr wohl angesprochen werden allgemeine
Problemlagen, Konflikte, Mechanismen und kreative Problemlösungsansätze
in Gruppen und Institution.
Franz
Rohrmoser, Kuchl, im April 2001